Italienische Weinregionen

Abruzzen

Die Bewohner des Weinanbaugebiets Abruzzen, eine Region Italiens, können auf eine lange Tradition im Bereich des Weinbaus zurückblicken. Die hügelige Landschaft befindet sich direkt an der Adria, an der die besten klimatischen Voraussetzungen für das Gedeihen von Weinen gegeben sind. Die dort ansässigen Winzer profitieren vor allem durch die ständig wechselnden Temperaturen.

italienische Weinregion Abruzzen

Die Region Abruzzen

Bereits seit der Antike ist der Abruzzen Wein weit bekannt und wurde nicht nur von Dichtern und Schriftstellern hinsichtlich seiner hohen Qualität gelobt. Seit jeher existieren sogar Legenden über die heilende Wirkung des Weines aus dieser Region.

Von den Rotweinen, die im Weinanbaugebiet Abruzzen angebaut werden, sind einige besonders hervorzuheben: der fruchtige Merlot, der mit seinem charakteristischen Geruch und dem trockenen Geschmack überzeugt und der trockene Cabernet, der mit einer tiefroten Farbe und einem leichten Heuaroma glänzt, zuletzt der im Geruch sehr intensive Pinot Nero. Seine Farbe ist nicht so intensiv wie die des Cabernets, allerdings ist sein Geruch deutlich intensiver.

Die Rebsorten der Weißweine zeichnen sich vor allem durch die intensive gelbliche Farbe und den frischen und fruchtigen Geruch aus. Die bekanntesten Rebsorten des Weinanbaugebietes Abruzzen sind der leichte Passerina, dessen Geschmack man als frisch und leicht beschreiben kann, und der trockene Riesling, der harmonischen Geschmack und leicht grünliche Farbe aufweist.

Die hohe Qualität und der unverwechselbare Geschmack der Weine aus den Abruzzen lassen sich vor allem durch die Variation der Böden erklären. Kalk-, Lehm-, Sand- und Kiesböden wechseln sich in dieser facettenreichen Landschaft ab und bewirken den unvergleichlichen Geschmack des Weines.

Unsere Weine aus der Region Abruzzen

 

Apulien

Das Weinanbaugebiet Apulien liegt im Südosten Italiens, zwischen dem adriatischen und dem ionischen Meer. Bari ist die Hauptstadt und auch die größte Stadt der Region. Die fruchtbaren Ebenen Apuliens und das warme, im Sommer oft sehr trockene Klima sind gute Voraussetzungen für den Anbau von Wein. Apulien verfügt über eine Weinanbaufläche von etwas mehr als 107.000 Hektar und produziert rund 7,5 Millionen Hektoliter Wein im Jahr.

italienische Weinregion Apulien

Die Region Apulien

Apuliens Lage und Klima eignen sich insbesondere für gehaltvolle Rotweine. Drei Rebsorten dominieren den Apulien Wein:
Sangiovese, Primitivo und Negroamaro.

Sangiovese ist die wichtigste und häufigste Rebsorte in Italien. Sangiovese wurde nachweislich bereits vor 2.500 Jahren von den Etruskern kultiviert. Die Sangiovese-Rebe ist Hauptbestandteil des italienischen Chianti. Diese Rebsorte ist nicht besonders typisch für Apulien, sondern wird eigentlich in ganz Italien angebaut.

Der Primitivo ist eine traditionsreiche Weinsorte, die allerdings eine größere Berühmtheit unter dem Namen „Zinfandel“ in Kalifornien erlangte und so nicht mehr der Weinanbauregion Apulien bedingungslos zugeschrieben werden kann. Diese Rebsorte bringt sehr würzige Weine mit einem hohen Alkoholgehalt hervor, die oft Zimt-, Nelken- und Waldfrüchte-Aromen besitzen.

Der Negroamaro hingegen ist ein typischer Vertreter des Weinanbaugebiet Apuliens und wird hier schon seit Jahrtausenden angebaut. Hauptanbaugebiet heute ist der Ort Salice Salentino in der Provinz Lecce. Der Salice Salentino Rosso und der Salice Salentino Rosato werden hier mit dem Status DOC (denominazione di origine controllata) hergestellt. Sowohl der Rotwein als auch der Rosé benötigen eine Reifung von mindestens 8 Monaten, wobei Qualitätsanbieter den Rosso bis maximal vier Jahre in verschiedenen Behältern reifen lassen. Der Wein hat eine rubinrote Farbe und ein warmes Aroma, das an rote Früchte und Gewürznelken erinnert.

Unsere Weine aus der Region Apulien

 

Piemont

italienische Weinregion Piemont

Das Anbaugebiet Piemont

Piemont gilt als berühmtestes Weinanbaugebiet Italiens. Die im Nordwesten Italiens liegende Region grenzt im Norden an die Schweiz und im Westen an Frankreich. Piemont gliedert sich in drei verschiedene, landschaftlich gut unterscheidbare Teile, die verschiedene Voraussetzungen für den Weinanbau bieten: Die Alpenregion im Norden, die Po-Ebene sowie das Hügelland im Südosten, wo die meisten Weinanbaugebiete Piemonts liegen.

Die Ursprünge des Weinanbaus im Piemont lassen sich eindeutig im Mittelalter nachweisen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass hier bereits in der Antike Piemont Wein kultiviert wurde.

Drei Rotweinsorten aus dem Weinanbaugebiet Piemont sind weltweit bekannt und werden von Weinkennern seit vielen Jahrzehnten geschätzt: Barolo, Barbera und Barbaresco. Der Barolo wurde bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts als „Wein der Könige“ berühmt und erfuhr in den 1980er Jahren einen erneuten Aufschwung. Die namensgebende Gemeinde Barolo liegt in den Langhe-Bergen, südlich der Stadt Alba. Der Barolo ist ein sortenreiner Wein, welcher aus der Nebbiolorebe hergestellt wird. Er zeichnet sich durch einen vollen, körperreichen Geschmack mit recht hohem Tanningehalt aus.

Der Barbaresco wird ebenfalls sortenrein aus der Nebbiolorebe gewonnen und gilt als der „kleine Bruder“ des Barolo. Die Weinanbaugebiete für den Barbaresco liegen tiefer und die andere Bodenbeschaffenheit macht den Wein etwas samtiger im Geschmack.

Auch die Rebsorte Barbera ist sehr typisch für Piemont und bringt sehr hochwertige, kräftige, tief-rubinrote Weine hervor, die allerdings einen eher geringen Tanningehalt haben. Barbera d’Alba sowie Barbera d’Asti sind die berühmtesten Vertreter des Barbera.

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Friaul

Die Region Friaul befindet sich im nordöstlichsten Teil Italiens. Sie grenzt an Österreich, Slowenien und Venetien und umfasst eine Rebfläche von ca. 18.700 Hektar. Das Weinanbaugebiet Friaul wird noch einmal in neun weitere Weinanbaugebiete untergliedert (Colli orientiali del Friuli, Collio, Carso, Friuli-Isonzo, Friuli-Aquilea, Friuli-Annia, Friuli-Latisana, Grave del Friuli und ein Teil des Gebietes Lison Pramaggiore).

Der erste Anbau im Weinanbaugebiet Friaul reicht bis zu den Kelten zurück, wie archäologische Funde belegen. Er wurde im Jahre 181 v. Chr. durch die Römer vorangetrieben und weiterentwickelt.

italienische Weinregion Friaul

Die Region Friaul

Insbesondere die Weißweine aus dem Weinanbaugebiet Friaul haben aufgrund ihres Körperreichtums einen sehr guten Ruf und gehören zu den besten Weinen Italiens. Obwohl bis Mitte der 60er Jahre fast ausschließlich Rotwein produziert wurde, ist Friaul heute als Italiens Weißwein-Region bekannt. Die wichtigsten und typischsten Rebsorten für Weißweine sind Tocai Friulano, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Bianco, Traminer Aromatico, Picolit und Verduzzo Friulano, die sich durch ein frisches, fruchtbetontes Bukett auszeichnen. Rotweinsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Pinot Nero, Ribolla Nera (Schioppettino) und Refosco bestechen meist durch einen runden, harmonischen Geschmack.

Eine gute Grundlage für den Weißweinanbau im Weinanbaugebiet Friaul bilden die teils kalkigen und lehmigen Böden, die dem Friaul Wein eine mineralische Note mit fruchtigen Aromen verleihen. Auch das recht milde Klima, welches durch das angrenzende Meer und den Schutz der Alpen bestimmt wird, trägt zu einer ertragreichen Lese bei.

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Basilicata

 

italienische Weinregion Basilicata

Die Region Basilicata

Im Gegensatz zu ihren Nachbarregionen, herrschen in Basilicata eher milde Temperaturen, weswegen die Region für ihre speziellen Weine bekannt ist, die sie auf geringer Rebfläche anbaut. Der Basilicata Wein Aglianico gedeiht hier beispielsweise bestens, da er eher niedrige Temperaturen benötigt um auszureifen. Vor allem am erloschenen Vulkan Vulture, wo eine gewisse Aridität den Boden bestimmt, kann sich der Aglianico hervorragend entfalten.

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Kampanien

Kampanien ist ein Weinanbaugebiet im Südwesten Italiens, die sich besonders durch ihre Rotweine auszeichnet. Neben der alten Rebsorte Aglianico werden Asprinio Bianco, Biancolella, Coda di Volpe, Falanghina, Fiano, Forastera, Greco Bianco und Piedirosso angebaut.

Der Weinanbau reicht hier bis ins 12. Jahrhundert vor Christus zurück. Erst die Etrusker, später dann die Griechen und Römer bauten in diesem Landstrich erste Reben an. Lange Zeit war die Region in Vergessenheit geraten, doch neue Qualitätsansprüche der Winzer lassen die Region langsam wieder aufleben.

Heute stehen die Reben auf rund 42.000 Hektar Rebfläche und die Region kommt allmählich wieder in Schwung, seitdem sich einige neue, nicht selten große qualitätsorientierte Güter hier niedergelassen haben und Weine produzieren, die mit zu den interessantesten des Landes gehören. Bei den Rotweinen, die etwa 70 Prozent der gesamten Weinmenge stellen, steht die Sorte Aglianico im Blickpunkt. Sie liefert dunkle, körperreiche und sehr aromatische Weine wie etwa den Taurasi, der zu den bekanntesten großen Gewächsen der Region zählt.

Die vulkanischen Böden Kampaniens verleihen den Weinen einen mineralischen Charakter. Das mediterrane Klima ist zudem eine ideale Basis für den Weinanbau. Für die Rotweine werden jedoch höhere Anbaulagen mit heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern bevorzugt, die für den begehrten hohen Tanningehalt sorgen.

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Toskana

Das Weinanbaugebiet Toskana mit seinen bekannten Städten Pisa und Florenz liegt in Italien am Tyrrhenischen Meer und hat eine Anbaufläche von mehr als 63.000 Hektar. Es ist das berühmteste Weingebiet Italiens, in dem schon vor dem Beginn des römischen Weinbaus von den Etruskern Wein angepflanzt wurde.

In dem Weinanbaugebiet der Toskana werden unter anderem die roten Weinreben Sangiovese, Cabernet Sauvignon, Lacrima di Morro und Montepulciano sowie die weißen Sorten Trebbiano, Verdicchio, Pinot Blanc und Malvasia angepflanzt.

Der Landstrich unterteilt sich in acht Untergebiete, die aber aufgrund ihrer geografischen Lage alle ein anderes Mikroklima aufweisen. Zu den bekanntesten Anbauregionen im Weinanbaugebiet Toskana gehören Chianti, Morellino und Montalcino. Das Chianti-Gebiet liegt im Landesinneren nahe der Apenninenberge und weist sowohl kreide- als auch tonhaltige Böden auf. Es zeichnet sich durch ein sonnenverwöhntes Klima aus, das trotzdem ausreichend Regen für die Weinpflanzen mitbringt. Die Weine hier haben einen trockenen, herben Geschmack mit deutlicher Würze.

Morellino liegt im Süden des Weinanbaugebietes Toskana und ist eine trockengelegte Sumpflandschaft mit kalkhaltigem Boden. Das mediterrane Klima mit feuchter Meeresluft bringt trockene Weine mit einer blumigen Note und milder Säure hervor. Montalcino liegt im Zentrum der Region nahe der Stadt Siena und hat kalk- und siliziumhaltige Böden. Es hat ein gemäßigtes Klima – mediterran und trocken – und die Weine haben einen harmonischen, herben Geschmack mit einer blumigen Note.

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